Senior/In Fahren im Alter

Alter und Strassenverkehr

Mit zunehmendem Alter wird es immer schwieriger den Ansprüchen im Leben gerecht zu werden. Das Alter ist mit bestimmten Einschränkungen und Herausforderungen verbunden, aber mit Vorsichtsmaßnahmen weiterhin möglich. Einige Einflüsse, die wir nicht ausser acht lassen dürfen.

  1. Beweglichkeit des Körpers
  2. Beweglichkeit in der Wahrnehmung
  3. Einfluss verschiedener Medikamente
  4. Erkrankungen und deren Konsequenzen

Die Liste kann beliebig erweitert werden.

Allgemeine Tipps für das Fahren im Alter
  • Gesundheit im Blick behalten: 

Nehmen Sie regelmäßige ärztliche Kontrollen wahr und besprechen Sie die Einnahme von Medikamenten mit Ihrem Arzt, da einige Medikamente die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen können.

  • Fahrweise anpassen: 

Vermeiden Sie Stosszeiten und Fahrten bei schlechten Sichtverhältnissen (z.B. Nachtfahrten, Nebel, Regen).

  • Pausen einlegen: 

Planen Sie bei längeren Fahrten regelmäßige Pausen ein, um konzentriert zu bleiben.

  • Fahrkenntnisse auffrischen: 

Besuchen Sie regelmäßig Auffrischungskurse, um Ihre Fahrkenntnisse und das Wissen über die Technik aufzufrischen.

  • Eigene Grenzen kennen: 

Fahren Sie nur, wenn Sie sich fit und wohl fühlen. 

  • Fahrzeug regelmässig Kontrollieren

Kontrolle ob das Fahrzeug Verkehrstauglich ist. Lichter funktionieren, Scheiben und Spielgel sauber, Reifenprofil und Reifendruck.

Gesetzliche Regelungen

Schweiz: 

Wer in der Schweiz einen Führerschein besitzt, muss sich ab dem 75. Lebensjahr alle zwei Jahre einer medizinischen Kontrolluntersuchung unterziehen. Auch vor dem 75. Geburtstag kann man einen Fahrsicherheit Scheck machen.

Andere Länder: 

In vielen anderen europäischen Ländern gibt es verpflichtende Eignungstests für Senioren, ähnlich wie in der Schweiz. 

Technische Hilfsmittel

Moderne Fahrzeuge bieten eine Vielzahl von Assistenzsystemen, die das Fahren sicherer machen können, wie zum Beispiel Einparkhilfen, Spurhalteassistenten und automatische Notbremssysteme.

Um mit dem Technischen Fortschritt mit zu halten empfehle ich auch eine Schulung mit dem neuen Fahrzeug und der eingebauten Technik. So kann man auch im Alter mit den Modernen Fahrzeugen sichererer unterwegs sein.

Ratgeber
  • Die BFU hat einen Online-Fahrsicherheitscheck wo jeder sich selber prüfen kann.

 

Abklären der Fahreignung beim Arzt
Untersuchungsinhalte

  • Seh- und Hörvermögen: 

Der Arzt prüft das Sehvermögen und gegebenenfalls das Gesichtsfeld. Bei Auffälligkeiten kann eine Überweisung an einen Augen- oder Ohrenarzt erfolgen.

  • Allgemeine Gesundheit: 

Dies beinhaltet die Überprüfung des Blutdrucks, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie der Beweglichkeit und Koordination.

  • Kognitive Fähigkeiten: 

Der Arzt kann Tests durchführen, um die Denkfähigkeit und Reaktionsfähigkeit zu beurteilen.

  • Medikamente: 

Der Arzt fragt nach der Einnahme von Medikamenten und deren potenzieller Auswirkung auf das Fahrverhalten, wie die BFU erwähnt.

  • Blut- und Urinprobe: 

Eine Blut- und Urinprobe kann zur weiteren Abklärung, beispielsweise von Stoffwechselerkrankungen, entnommen werden. 

 
Mögliche weitere Schritte

  • Überweisung: 

Bei Hinweisen auf spezifische Probleme (z. B. neurologische Erkrankungen) kann eine Überweisung zu einem Neurologen erfolgen.

  • Kontrollfahrt: 

Bei chronischen Erkrankungen oder Zweifeln an der Fahrtauglichkeit kann eine zusätzliche Kontrollfahrt durch einen Verkehrsexperten angeordnet werden, um das Verhalten im Strassenverkehr zu beurteilen.

  • Fahreignungseinschränkung: 

Falls die Mindestanforderungen nicht mehr vollständig erfüllt werden, kann der Führerschein auch mit Einschränkungen erteilt werden

Altersbedingte Veränderungen
  • Mobilität: 

Mit den Jahren schwinden Muskelkraft, Beweglichkeit, Gelenkigkeit und Mobilität. Die Fahrtüchtigkeit kann entsprechend vermindert sein.

  • Sicht: 

Rund 90 Prozent der Informationen, die beim Fahren wichtig sind, werden vom Auge aufgenommen. Alte Augen benötigen mehr Zeit für ein klares Bild. Das Sichtfeld wird enger, in der Dämmerung oder bei Nacht wird die Sicht schlechter. Auch werden ältere Fahrer rasch geblendet.

  • Gehör: 

Das alte Ohr hört weniger. Ein schlechtes Gehör erhöht das Unfallrisiko. Mit modernen Hörgeräten kann dieser Nachteil aber leicht ausgeglichen werden.

  • Konzentration:

Betagte ermüden rascher und brauchen mehr Erholungszeit. Verminderte Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit kann Probleme schaffen, vor allem bei komplexen Verkehrssituationen.

  • Reaktionsfähigkeit: 

Die Reaktionszeit nimmt mit dem Alter in der Regel zu. Wenn schnelle Reaktionen gefragt sind, können sich Fahrfehler einstellen.

  • Krankheiten und Medikamente: 

Einige altersbedingte Krankheiten können die Fahrtauglichkeit einschränken (Herzstörungen, Diabetes, Arthritis und Arthrosen, Sehfehler). Und die Einnahme von Medikamenten kann am Steuer zu Risiken führen.